Lange Unterwäsche oder Long Johns gibt es zum Beispiel bei Merz b. Schwanen.

Long John Liebestöter – die Geschichte der langen Unterhose

Sie gilt als altmodisch, spießig, unattraktiv: Die lange Unterhose hat einen schlechten Ruf. Dabei ist dieses Kleidungsstück voller Vorzüge, was sich in seiner Geschichte zeigt. Wir schauen uns die Entwicklung dieser speziellen Herrenunterwäsche einmal genau an, um eine Lanze für das feine Stück zu brechen.

Die Entwicklung der langen Unterhose

Die Anfänge

Wenn wir im Mittelalter anfangen, ist wohl das erste einigermaßen vergleichbare Beinkleid die Brouche mit angenestelten Beinlingen. Diese sehr weite Unterhose – heute vielleicht mit einer Boxershorts vergleichbar – wurde mit einer Art langen Strümpfe getragen, die bis fast an die Hüfte reichten und am Gürtel befestigt wurden.

Aus dieser Konstruktion entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr eine Art lange Unterhose: Die Beinlinge wurden irgendwann direkt am Wams befestigt und umschlossen auch nicht mehr den gesamten Fuß. Dennoch überwog in den folgenden Epochen aus verschiedenen Gründen der Trend, gänzlich auf ein Bein-Unterkleid zu verzichten und lediglich das Unterhemd zu tragen.

Die Moderne

Schließlich wurde im England des 19. Jahrhunderts die lange Unterhose unter dem Namen “Long Johns” bekannt. Als Ursprung dafür taucht immer wieder John Smedleys Unternehmen Lea Mills auf. Jedoch kursieren noch zahlreiche weitere Ideen, wie die lange Unterhose zu ihrem Namen gekommen ist: Es könnte etwa eine Anspielung auf den Boxer John L. Sullivan sein, der in einer ähnlichen Bekleidung auftrat, oder aber eine sprachliche Verschleifung des französischen Ausdrucks “longues jambes” – lange Beine.

So oder so – die Geburtsstunde der heute noch bekannten langen Unterhose wird auf 1870 datiert. Seitdem umhüllt das gute Stück immer angenehm wärmend das Herrenbein (und natürlich auch Damenbein) und leistet bis heute gute Dienste. Der modische Trend ging zwar zu immer knapperen Unterwäsche-Modellen, aber diese sind nicht unbedingt angenehmer im Komfort. Darum befindet sich die lange Unterhose auch heute noch berechtigterweise in den Kleiderschränken und Sortimenten der Hersteller.

Die Qual der Wahl

Was der Dame die Wollstrumpfhose im Winter, ist dem Herren die lange Unterhose. Sie liegt im Idealfall eng an, jedoch ohne einzuengen. Farblich geht das Spektrum schon lange weiter als das bloße Feinripp-Weiß. Auch elegante Grau- oder Blautöne gibt es als Alternativen sowie sportlich gestreifte Ausführungen.

Beim Material lassen viele Träger der Baumwolle den Vorrang. Ihre nahezu perfekte Ausgeglichenheit der Eigenschaften – wärmend, aber dennoch atmungsaktiv – ist einfach ideal für Unterwäsche. Wer jedoch etwa beim Wintersport die Long Johns tragen möchte, sollte vielleicht auf Modelle mit einem höheren Kunstfaseranteil zurückgreifen. Diese transportieren Nässe oft noch schneller ab. Und falls es einmal ganz bitterkalt werden sollte: Lange Unterhosen gibt es auch aus kuscheliger Merino-Wolle.

Qualität killt den Liebestöter

Wir bei Franz & Emil legen natürlich besonders viel Wert auf Tradition und hohe Qualität. Darum führen wir zum Beispiel lange Unterhosen von Schiesser oder Merz b. Schwanen – zwei der ältesten und innovativsten Unternehmen der Branche. Ihre Produkte beweisen, dass der sogenannte Liebestöter seinen Namen zu Unrecht trägt. Es hängt ja immer davon ab, wie das Produkt gefertigt ist.

Dank der klassischen Schnitte, die modern interpretiert wurden, und der hochwertigen verarbeiteten Materialien finden wir, dass die Long Johns ihr spießiges Image abgelegt haben. Stattdessen gewinnt die lange Unterhose einen großen Coolness-Faktor. Außerdem kommt es doch immer auf den Mann in der Unterwäsche an, nicht wahr?

Quellen

wikipedia.org/…/Unterwäsche
wikipedia.org/…/Long_underwear
www.taz.de
www.gentleman-blog.de

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.