Ein Mann im Anzug sitzt mit dem Laptop auf dem Schoß auf einer Bank und hat eine Umhängetasche aus Leder neben sich stehen.

Männer und Taschen: Zwischen Nutzen und Stilbewusstsein

“Schatz? Kannst du mal meinen Schlüssel einstecken?” Diesen Ausspruch verortet man klischeehaft eher bei Frauen. Tatsächlich hört man solche Fragen aber im echten Leben häufig von Männern, die es für uncool halten, eine Tasche zu tragen. Dabei verbindet Männer und Taschen eine lange Tradition! Wir zeigen euch, wie auch die Herren der Schöpfung sorgenfrei zu Umhängetasche und Co. greifen können und trotzdem stilecht unterwegs sind.

Wieso überhaupt eine Tasche?

Seien wir mal ehrlich: Selbst die Grundausstattung des Herren von Welt – sprich Portemonnaie, Smartphone und Schlüssel -, passt schon nur mit Hängen und Würgen in Hose und Jacke! Da beult sich auffällig die Hose am Gesäß, das Innenfutter der Jacke geht durch einen Schlüssel kaputt oder man trägt heute ein anderes Sakko als gestern – hat aber vergessen, die Fahrzeugpapiere umzupacken. Schon das sind also gute Gründe, die Habseligkeiten lieber in einer Tasche mitzuführen.

Hinzu kommt noch die Tatsache, dass Mann beispielsweise auf dem Weg ins Büro heutzutage oft längst nicht mehr nur diese drei Gegenstände braucht. Auch ein Kalender, Stifte, Akten, Taschentücher, der Laptop, eine Flasche Wasser und vielleicht auch noch das Mittagessen müssen gegebenenfalls transportiert werden. Wie praktisch nun eine Tasche wäre…!

Taschen waren früher Männersache!

Es stimmt – Taschen waren ursprünglich eher bei Männern zu finden! Schon in der Antike trug man(n) sie in Form von einer Art Lederbeutel oder aber einem mit Leder überzogenen Holzgestell – dem Vorgänger unserer heutigen Rucksäcke. Diese gehörten meist Soldaten, die darin Ausrüstung und Proviant transportierten.

Im Mittelalter dann wurden die Taschen der Männer kleiner. Als Lederbeutel waren sie – meist bei Kaufleuten – direkt am Gürtel befestigt. Je nach Stand waren die Taschen eher schlicht oder aber reich mit Spitze und Stickereien verziert. Die Tasche war in dieser Zeit also ein echtes Standesmerkmal. Je opulenter der Beutel an der Hüfte war, desto höher der gesellschaftliche Rang des Mannes.

Im weiteren Laufe der Zeit verschwand der Beutel allmählich von der Herrenhüfte. Ein Grund dafür war, dass Taschen an Männerkleidung irgendwann standardmäßig zu finden waren und somit alles wichtige dort untergebracht werden konnte. Den Damen hatte man währenddessen die Taschen unter den Röcken modisch wegrationalisiert. Darum übernahmen sie die Handtasche als praktisches Utensil. Bis in unsere heutige Zeit hin entwickelte sich die Handtasche darum zu einem femininen Accessoire. Doch eigentlich waren Taschen auch Männersache, weswegen sich niemand vor ihnen scheuen sollte!

Welche Tasche darf es sein?

Zunächst einmal ist es wichtig herauszufinden, welche die individuellen Bedürfnisse sind. Bin ich in einem Job zuhause, bei dem Anzug und Krawatte Pflicht sind, macht sich ein Rucksack vielleicht weniger gut. Zum schicken Outfit empfiehlt sich eher eine Akten- oder Umhängetasche. Gehe ich aber ohne Dresscode meiner Arbeit nach, steht meiner Wahl fast nichts im Wege. Ein paar Hinweise wollen wir aber doch geben.

Wie viele Taschen braucht Mann?

Wozu mehr als eine besitzen, könnte man sich jetzt fragen. Stilbewusste Herren antworten darauf wie aus der Pistole geschossen: Weil der Anlass entscheidend ist! Ein Beispiel: Will man ins Büro, ist die Aktentasche total legitim. Ist man jedoch in seiner Freizeit unterwegs, wirkt sie deplatziert. Und macht man Urlaub und will etwas mehr als nur Portemonnaie und Handy immer griffbereit haben, bietet sie einfach nicht genug Platz. Es empfiehlt sich also, mindestens zwei Taschen, besser sogar drei zu besitzen.

Welche Tasche ist nützlich?

Für Männer eignen sich zuallererst Umhängetaschen. Diese sind Klassiker, bieten genug Platz ohne zu sperrig zu sein und können – in einer entsprechenden Ausführung – sowohl im Job, in der Uni, als auch in der Freizeit getragen werden. Wer etwas für förmliche Anlässe im Businessbereich braucht, sollte zur Aktentasche greifen. Sie ist seriös und diskret! Und falls ein Wochenendtrip oder ein längerer Urlaub geplant ist, empfiehlt sich als Handgepäck eine geräumige Tragetasche. So ist alles wichtige immer gleich zur Hand.

Wie sollte die Tasche beschaffen sein?

Damit man nicht gefühlt alle fünf Minuten eine neue Tasche kaufen muss, sollte natürlich auf Qualität geachtet werden! Gute Materialien für eine Tasche sind darum Leder oder Leinen. Polyester und Kunstleder hingegen werden zwar gern genutzt, weil sie so günstig sind, aber tatsächlich sind sie oft auch leider billig verarbeitet und nutzen sich schnell ab.

Farblich empfiehlt es sich, eine schwarze und eine braune Tasche zu haben. So kann sie immer passend zu Schuhen und Gürtel ausgewählt werden. Kein unwichtiges Detail für einen modebewussten Mann! Natürlich ist darüber hinaus aber auch jede Farbe, die gefällt, in Ordnung: grau, olive, navy, beige,

Eine Frage der Qualität

Damit man(n) auch lange Freude an seiner Tasche hat, haben wir noch ein paar Tipps, um hochwertige Produkte erkennen zu können:

  1. Wenn die Tasche aus Leder besteht – ist es Voll-Leder? Ist es vielleicht sogar vegetabil gegerbt? Prima! Denn so ist das Material haltbar und auch noch ökologisch produziert.
  2. Woraus bestehen Reißverschlüsse und Schnallen? Sie sind absolute Verschleißpunkte an Taschen und sollten aus Metall gearbeitet sein. Plastik ist nicht sehr haltbar.
  3. Wie sehen die Nähte aus? Stehen Fädchen ab? Schaut auch in die Tasche! Ist hier alles sauber verarbeitet? Keine Löcher, Ecken, unschöne Kanten? Sehr gut!

Wir bei Franz und Emil haben natürlich ein Auge darauf, langlebige und edle Taschen für den Herren anzubieten. Darum führen wir auch nur Produkte von traditionsreichen Firmen wie beispielsweise Filson.

www.wikipedia.org/wiki/Handtasche
www.faz.net
www.blog.stilwahl.de
www.manager-magazin.de/lifestyle
www.gentleman-blog.de

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