Der O'Donnell Moonshine ist ein Korn aus Weizen, abgefüllt in traditionelle Mason Jars.

O’Donnell Moonshine: Geheimnisvoll appetitlich!

Früher verhielt es sich wie folgt: Des Nachts im Mondenschein tummelten sich draußen dunkle Gestalten, stets begleitet von einem verdächtigen Klirren. Sie huschten umher, immer auf der Hut und darauf bedacht, niemandem über den Weg zu laufen, für den ihre Ware nicht gedacht war. Heutzutage müssen wir uns zum Glück nicht mehr in dunklen Ecken herumdrücken, sondern können uns Alkohol ganz legal ordern. Wer dennoch etwas Lust auf Abenteuer hat, sollte zu O’Donnell Moonshine greifen!

Moonshine: Weil Verbotenes erst recht reizt…

Man wollte 1920 eigentlich mit diesem Gesetz die Kriminalität in den USA eindämpfen. Allerdings hatte die bis 1933 andauernde, sogenannte Prohibition – das völlige Verbot von Herstellung, Vertrieb und Verkauf von Alkohols – leider eher das gegenteilige Ergebnis. Denn die Menschen ließen sich ihren Schnaps nicht nehmen und begannen kurzer Hand selbst zu brennen. Die so entstandenen hochprozentigen Wässerchen wurden liebevoll “Moonshine” genannt, da sie nachts an Schmuggler weiterverkauft wurden.

Doch nicht nur diese kleinen illegalen Vorgänge nahmen zu – die Prohibition eröffnete auch der organisierten Kriminalität Tür und Tor. Die wohl namhaftesten Vertreter dieser Verbrecher-Dynastien waren die Mafiosi Johnny Torrio und natürlich Al Capone, welcher in Chicago eine regelrechte Alkohol-Industrie errichtete und für seinen Schwarzgebrannten vielfach höhere Preise verlangen konnte.

Was davon blieb – die Lust auf Geheimnisse!

Nach 13 Jahren hoben die Vereinigten Staaten von Amerika die Prohibition wieder auf und die zahllosen Schwarzbrennereien wurden obsolet. Damit verlor man jedoch auch das angeeignete Wissen der Brennkunst. Heutzutage wird dieses wieder geschätzt und ans Tageslicht geholt. Und das weit über die Grenzen der USA hinaus.

Sogar bis ins ferne Berlin schwappte die Lust auf den selbstgebrannten Schnaps, genauer gesagt ins Wohnzimmer der Studenten August Ullrich und Philip Morsink, die 2014 ein Start-Up der besonderen Art gründeten. Inspiriert vom wieder auflebenden Lifestyle-Trend aus Amerika begannen die beiden in Kooperation mit einer traditionsreichen deutschen Brennerei ihren eigenen Schnaps zu kreieren und unter dem Label “O’Donnell Moonshine” zu verkaufen.

Was ist O’Donnell Moonshine?

Namensgeber für das Produkt war Edward “Spike” O’Donnell, der Anführer der South Side O’Donnell Gang in Chicago. Diese lieferte sich ab 1923 zwei Jahre lang mit Johnny Torrio einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft auf dem Alkohol-Olymp. O’Donnell war dabei nicht gerade als Gentleman bekannt, dafür wusste man aber, dass er stets auf gute Qualität seines Schnapses achtete und sich dabei an deutschstämmige Produzenten hielt.

Der Moonshine der Berliner Firma folgt diesen Ansprüchen: Es handelt sich um einen 38%igen vol. Kornbrand aus ausschließlich deutschem Weizen und dem Wasser aus eigenem Brunnen. Seine leicht gelbliche Farbe rührt daher, dass der Brand noch fast zwei Jahre im Fass reift, wovon auch der spezielle, milde Geschmack kommt.

Ein Zeitgeist-Trend

Das inzwischen sechsköpfige Team von O’Donnell Moonshine hat sich als Grundsatz also Tradition auf die Fahnen geschrieben. Der eigentliche Erfolg dieser Bewegung rührt jedoch daher, dass in der heutigen stark regulierten Zeit auch ein großer Bedarf an Freiheit, Abenteuer und dem Spiel mit dem Verbotenen herrscht. Was könnte diesem Lebensgefühl besser Ausdruck verleihen, als ein “Schwarzgebrannter”?

Die Produkte werden für das echte Feeling darum auch noch immer von Hand etikettiert und natürlich nur stilecht in “Mason Jars”, also Einmachgläsern verkauft. Denn wer früher seinen Moonshine an den Mann bringen wollte, machte sich verdächtig, wenn er eine große Anzahl Flaschen einkaufte. Was war unschuldiger als Marmeladengläser? Außerdem war diese Verpackung nach dem Genuss auch noch vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Windlicht, Becher oder eben Marmeladenglas. Nachhaltigkeit, die heute wieder sehr aktuell ist!

Unser Rezept-Tipp

Obwohl Korn das Stammgetränk unserer Großväter war, könnte es ja vielleicht dem einen oder anderen trotz der tollen Fassreife nicht direkt munden. Wir haben darum einen kleinen Rezepttipp für Euch, wie ihr euch mit dem O’Donnell Moonshine gerade auch an den kalten Tagen aufwärmen könnt:

  1. Erhitzt einen Liter naturtrüben Apfelsaft.
  2. Gebt ein halbes Glas Bratapfel Moonshine hinzu.
  3. Verfeinert das Ganze noch mit einer Prise Zimt und einem Spritzer Zitrone.

Und schon habt ihr einen leckeren Glüh-Schnaps! 😉

www.odonnell.de
www.wikipedia.org/Prohibition_in_den_Vereinigten_Staaten
www.about-drinks.com

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